Wanderroute Smeetshof – Wijffelterbroek Lila
Die lila Route ist 6,5 Kilometer lang und startet am Boshuys Nieuw Vosseven in Stramproy. Hier verlaufen mehrere Routen durcheinander, behalten Sie also die lila Markierung im Blick.
Ihre Schuhe sinken ein paar Zentimeter in den weichen Boden. Ein Stück weiter knarrt ein hölzerner Bohlenweg unter Ihren Füßen. Um Sie herum: Schilf, Wasser und Weiden, die wachsen, wie sie wollen. Willkommen im Wijffelterbroek. Hier bekommt die Natur ihren alten Platz zurück.
Vom Acker zurück zum Sumpf
Früher war hier ein unzugängliches Sumpfgebiet. Die Menschen legten es trocken und machten Ackerland daraus. Jetzt dreht das Wijffelterbroek die Uhr zurück. Zusammen mit dem flämischen Smeetshof bildet es ein großes Naturgebiet, mitten über die Grenze hinweg. Es wird immer nasser, und davon profitieren viele Pflanzen und Tiere. Schauen Sie genau hin: Vielleicht entdecken Sie einen Kammmolch, eine Gerandete Jagdspinne oder eine Heidelibelle. Am Wasser lebt der Laubfrosch. Und zwischen dem Grün wächst der Mittlere Sonnentau, ein kleines Pflänzchen, das Insekten fängt. Währenddessen macht der Sumpf ganz still seine Arbeit: Wie ein Schwamm hält er Regenwasser fest und gibt es langsam wieder ab.
Auge in Auge mit Taurusrindern
Die lila Wanderroute Smeetshof – Wijffelterbroek ist 6,5 Kilometer lang und startet am Boshuys Nieuw Vosseven in Stramproy. Gut möglich, dass Sie unterwegs plötzlich Auge in Auge mit Taurusrindern stehen. Diese kräftigen Rinder ähneln dem Auerochsen, der 1627 ausstarb. Durch ihr Grasen bleibt die feuchte Landschaft abwechslungsreich. Beobachten Sie die Tiere in Ruhe und halten Sie sich an die Regeln auf den Schildern.
Eine Grenze, die du fast übersiehst
Irgendwo unterwegs betreten Sie einfach so Belgien. Ein grauer Grenzstein zwischen den Bäumen, mehr ist es nicht. Dabei wurde diese Grenze früher streng bewacht. Am Picknickplatz an der Grenze zwischen Weert und Bocholt stand einst ein kleines Zollhäuschen. Niedrige Hecken zeichnen heute die Umrisse des verschwundenen Gebäudes nach. Hier floss früher auch die Weerterbeek, ein Kanal, der im Spätmittelalter gegraben wurde. Holen Sie Ihre Thermoskanne heraus und lesen Sie auf den Infotafeln, was hier alles geschah.
Unser Tipp: Ziehen Sie feste, wasserdichte Schuhe an. Die Wege können ordentlich matschig sein. Das gehört einfach dazu.
Geschichten im Nebel
Das Wijffelterbroek gehört zum KempenBroek, seit 2024 ein UNESCO-Biosphärenreservat. Eine Grenzregion voller Geschichten. Jahrhundertelang zogen Schmuggler über versteckte Pfade durch diese Sümpfe. Auch die berüchtigten Bockreiter sollen hier ihre Spuren hinterlassen haben. Und nachts schwebten Irrlichter über dem Wasser: umherirrende Seelen, so erzählen es alte Volkssagen. Wahr oder nicht? Das dürfen Sie selbst entscheiden.
Foto via PixaBay: Dylan Leagh